Die kurze Antwort
Sechs Roosta-Missionen nutzen die Kamera. Jede wertet das Live-Bild auf deinem Gerät aus und verwirft es sofort. Kein Bild wird gespeichert und keines übertragen. Das ist eine bauliche Vorgabe in der App und nicht nur ein Satz in einer Datenschutzerklärung.
Was während einer Kameramission tatsächlich passiert
Die Kameravorschau läuft, ein Bilderkennungsmodell auf dem Gerät sucht in jedem Einzelbild nach dem Ziel (eine Tasse, ein Hund, freier Himmel) und liefert eine Bezeichnung mit einem Vertrauenswert zurück. Übersteigt der Wert die Schwelle, gilt die Mission als geschafft und das Bild ist weg. Zwischen den Einzelbildern wird nichts gespeichert, und nichts sammelt sich an.
- Kein Bild wird auf die Festplatte, in die Fotos-App oder in einen Zwischenspeicher geschrieben.
- Kein Bild wird irgendwohin übertragen. Die Missionen funktionieren mit abgeschaltetem Netz.
- Aus der Einrichtung wird kein Referenzfoto gespeichert. Roosta benennt einen Gegenstand, statt dich vorab einen Ort fotografieren zu lassen.
- Die Kameraberechtigung wird erst abgefragt, wenn du zum ersten Mal eine Kameramission aktivierst.
Warum sich das von Foto-Abgleich-Weckern unterscheidet
Ein verbreiteter Entwurf in dieser Kategorie lässt dich bei der Einrichtung einen bestimmten Ort fotografieren (dein Waschbecken, deinen Wasserkocher) und verlangt dann, dieses Foto zum Beenden des Weckers nachzustellen. Dafür muss dein Referenzfoto aufbewahrt werden — eine App hält also auf unbestimmte Zeit ein Bild aus dem Inneren deiner Wohnung.
Roosta benennt stattdessen eine Art von Gegenstand. Es gibt nichts zu speichern, und das Ziel kann jeden Morgen wechseln, was es zusätzlich erschwert, die Antwort am Vorabend vorzubereiten.

